Nicht versicherte Schäden (Versicherungsausschlüsse)

Ausschlüsse und Einschränkungen im Versicherungsumfang sind und bleiben generell leider notwendiges Übel in der Vertragsgestaltung mit Versicherungsgesellschaften. Wie bei allen Versicherungsverträgen gelten bereits bekannte Schäden oder Pflichtverletzungen, wie auch rechtsanhängige Verfahren grundsätzlich ausgeschlossen.

Würde ein Versicherungsanbieter das D&O-Haftpflichtrisiko ohne jegliche Einschränkungen des Deckungsumfanges übernehmen, wäre die Versicherungsprämie kaum bezahlbar.

Mit unserem transparenten und kundenfreundlichem Bedingungswerk sind die aufgeführten Versicherungsausschlüsse vom Versicherer klar definiert und nur auf 2 Positionen begrenzt.

Vorsatz in der D&O-Versicherung

Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind Ansprüche wegen vorsätzlicher Pflichtverletzungen der versicherten Personen. Bedingt vorsätzliche Pflichtverletzungen (dolus eventualis) gelten jedoch mitversichert.

Zusätzlich werden einer versicherten Person (z.B. Geschäftsführer) vorsätzliche Pflichtverletzungen nicht zugerechnet, die ohne ihre Kenntnis von anderen versicherten Personen begangen wurden.

Zur Prüfung des Vorsatzvorwurfs sind die entstehenden Abwehrkosten, bis zur endgültigen Feststellung ob Vorsatz vorliegt oder nicht, mitversichert. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass eine vorsätzliche Pflichtverletzung tatsächlich vorliegt, so greift der oben beschriebene Vorsatzausschluss und die erbrachten Leistungen sind an den Versicherer zurückzuerstatten.

USA

Für Pflichtverletzungen, die im Zusammenhang in den USA oder dem dort geltenden Recht erhoben werden, gelten besondere Regelungen.

Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind Ansprüche

A) der Versicherten untereinander, die in den USA oder nach dem dort geltenden Recht erhoben werden, es sei denn,

  • es handelt sich um Kosten, oder
  • eine versicherte Person nimmt als unmittelbare Folge eines versicherten Anspruchs Regress oder macht einen Ausgleichsanspruch geltend, oder
  • es handelt sich um abgeleitete Aktionärsansprüche, oder
  • die Ansprüche werden ohne Weisung, Veranlassung, Unterstützung oder Empfehlung der versicherten Unternehmen oder einer versicherten Person von einem lnsolvenzverwalter oder einem vergleichbaren Funktionsträger ausländischen Rechts erhoben, oder
  • die Ansprüche werden von einer versicherten Person, die nicht mehr für eines der versicherten Unternehmen tätig ist, erhoben. 

B) die in den USA oder nach dem dort geltenden Recht erhoben werden,

  • soweit sie ganz oder teilweise auf tatsächlichen oder angeblichen Verstößen gegen Bestimmungen des US-Gesetzes über die Emission von Wertpapieren (Securities Act von 1933), des US-Gesetzes über den Handel von Wertpapieren (Securities Exchange Act 1934) sowie aller Ergänzungen dazu oder auf Verstößen gegen entsprechende bundes- oder einzelstaatliche Bestimmungen oder damit zusammenhängende Grundsätze des Common Law in den USA beruhen oder
  • soweit sie ganz oder teilweise auf tatsächlichen oder angeblichen Verstößen gegen Bestimmungen des US-Gesetzes zur Sicherung des Ruhestandseinkommens von Angestellten (Employee Retirements Income Securities Act - ERISA - von 1974) sowie aller Ergänzungen dazu oder auf Verstößen gegen entsprechende bundes- oder einzelstaatliche Bestimmungen oder damit zusammenhängende Grundsätze des Common Law in den USA beruhen, oder
  • wegen oder aufgrund von drohenden Umweltbeeinträchtigungen, es sei denn, es handelt sich um Kosten.
Die rechtsverbindlichen Formulierungen zum Thema Ausschlüsse entnehmen Sie bitte den D&O-Versicherungsbedingungen (Ausschlüsse Ziff.VI).